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22.06.2016 | Büro für die Beratung der Flüchtlinge zieht um


„Alle Flüchtlinge sind freundlich und dankbar für die Hilfe“, berichtete Jennifer Blandzinski über ihre bisherigen Erfahrungen. Rund 200 Asylbewerber betreue der Verein zurzeit, hob Pastor Andreas Neef vom Flüchtlingsverein hervor. „Dazu zählen auch Flüchtlinge, die bereits anerkannt sind, und beispielsweise aus anderen Orten zugezogen sind.“ In rund 50 Wohnungen der WBG würden derzeit Asylbewerber oder Neubürger wohnen, ergänzte Peter Bruckmann, Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens WBG Helmstedt. „Das Modell der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge funktioniert gut“, betonte Bruckmann. Die Firma stellt dem Verein das Beratungsbüro mietfrei zur Verfügung.
Aber es gibt auch Probleme bei der Integration. „Es gibt bisher vom Staat keine individuelle Lösungen, und die besten Flüchtlinge verlieren in der Masse die Motivation“, bilanzierte Karl Wilhelm Neubauer. Bisher hätten sich Ehrenamtliche um Deutschkurse, Datenerhebung, Ausbildungs- und Arbeitsplatzbetreuung gekümmert, nun habe die Bürokratie einen Integrationskursus mit halbjähriger Dauer eingefürt. „Dabei werden in deutscher Sprache
bereits fortgeschrittene Flüchtlinge aus ihrem Kursus genommen und zu Anfangern in den Integrationskursus oder zu einer Aushilfsarbeit geschickt“, meinte Neubauer. Er bedauerte auch, dass zwar Kurse für Analphabeten
erforderlich seien, aber es kaum Lehrkräfte mit dieser Spezialausbildung gäbe.
Im Vergleich zum Vorjahr seien Betriebe zwar aufgeschlossener, aber es müssten mehr Möglichkeiten für anlernbare Fähigkeiten geboten werden. Die Differenzierung nach der Fähigkeit des Einzelnen sei notwendig. Erfahrungen
würden zeigen, dass das Erlernen der Fachsprache für Asylbewerber schwierig sei. Ein weiteres Problem sei es, dass die Flüchtlinge die Disziplin, beispielsweise beim Besuch der Sprachkurse, nicht einhalten würden. Finanzielle Kürzungen seien deshalb nötig.
Zur Integration soll eine Fahrt nach Berlin am Freitag, 8. Juli, mit rund 70 Flüchtlingen aus Schöningen und dem Heeseberg beitragen, an der die Teilnehmer finanziell beteiligt sind.

Öffnungszeiten: Das neue Büro der Flüchtlingshilfe und Diakonie in Schöningen, Eichendorffstraße 20, nimmt ab Montag, 4. Juli, seinen Betrieb auf.
Die Sprechzeiten sind vorerst Montag und Dienstag von
10 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

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Von der Eichendorffstraße 18 in das Haus 20 zieht das Büro der Flüchtllngshilfe Schöningen um. Es freuen sich Vorsitzender Karl Wilheim Neubauer, Pastor Andreas Neef, Jennifer Blandzinski und Peter Bruckmann (WBG). Foto: Norbert Rogoll





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